Lavieren, Jonglieren und Taktieren – wie heute regiert wird
Die Grenzöffnung für Flüchtlinge im September 2015, in deren Folge hunderttausende Menschen nach Deutschland strömten, hat das Land gespalten – die einen preisen Angela Merkels moralische Haltung, die anderen geißeln die Preisgabe staatlicher Souveränität.
In den 180 Tagen von der Grenzöffnung bis zur Schließung der Balkanroute lief nichts nach Plan. Die Politik der handelnden Akteure war, wie sich im Rückblick zeigt, vielmehr geprägt von Lavieren, Jonglieren und Taktieren. Wie aber sind die folgenreichen Entscheidungen zustande gekommen? Was hat Merkel, Seehofer & Co. wirklich angetrieben? Robin Alexander, der als Korrespondent der Welt am Sonntag seit Jahren hinter die Kulissen des Kanzleramtes blickt, rekonstruiert in seinem Buch minutiös die Schlüsselentscheidungen von 6 Schicksalsmonaten – und erzählt am Beispiel des wohl dramatischsten Kapitels der jüngeren deutschen Geschichte davon, wie heute Politik gemacht wird.
»Es muss ein seltsames Buch sein, das sich bald nach Erscheinen an die Spitze der Sachbuch– Bestsellerliste setzt und das gleichzeitig von professionellen Rezensenten weitgehend ignoriert wird. Das ist umso merkwürdiger, als der Autor ein angesehener Kollege jener Redakteure ist, die jetzt einen Bogen um sein Werk machen. Der Untertitel Merkel und die Flüchtlingspolitik: Report aus dem Innern der Macht gibt schon einen Fingerzeig, dass da einer vermintes Gelände betritt.« Arno Abendschön, Leselupe.de
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