Russlands preußische Provinz im Siebenjährigen Krieg
Fünf Jahre russische Besatzung: das nahezu unbekannte Schicksal Ostpreußens im Siebenjährigen Krieg
Ein ebenso interessanter wie nahezu unbekannter Abschnitt der preußischen und vor allem ostpreußischen Geschichte wird in diesem historischen Sachbuch von Jörg Ulrich Stange spannend und wissenschaftlich fundiert dargestellt: das über fünf Jahre währende Schicksal Ostpreußens unter russischer Besatzung im Siebenjährigen Krieg. Der Autor beschreibt, wie Friedrich II. Russland gegen seine erklärte Absicht zum Feind machte und weder persönlich willens noch militärisch in der Lage war, seine östlichste Provinz gegen die Russen zu verteidigen.
- Neue Quellenlage: bisher als historisch verbürgt geltende Vorgänge werden in schlüssiger Beweisführung korrigiert
- Zarin Elisabeth: wollte sie Ostpreußen tatsächlich dem Russischen Reich einverleiben?
- Der 186-Tage-Zar Peter III.: gab er Ostpreußen ohne Gegenleistung zurück und schwächte Russlands Machtstellung?
- Eine Verschwörung im zaristischen Machtzentrum lässt den ersten russischen Feldzug 1757 scheitern
In einem weiteren Kapitel wird anhand der Quellen dargelegt, wie sich das gesellschaftliche Leben der pietistischen Ostpreußen unter den Russen wandelte, und der Frage nachgegangen, ob der Begriff »goldene Russenjahre« für die Besatzungspolitik gerechtfertigt scheint. Schließlich wird das Problem des 1762 bevorstehenden Krieges Dänemark gegen Russland untersucht, und der gängigen Erklärung zulasten Peters III. werden alternative Fakten gegenübergestellt. Eine ergiebige Studie mit umfangreichem Quellenanhang, die weder in Bibliotheken noch in historischen Forschungseinrichtungen fehlen darf und an der sich vor allem die geschichtlich interessierte Leserschaft erfreuen wird.
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Gebunden, 492 Seiten, zahlreiche Abbildungen